
Ein paar mir sehr wichtige Worte zur Nahrungsaufnahme und allgemeiner
Nahrungsverarbeitung
Der Mensch trägt in sich ein großes Wunder: ein Gehirn von solcher Größe und Kraft, dass es ungeheure Mengen an Energie verlangt. Vor Urzeiten schenkte uns die Natur dieses Werkzeug des Denkens und Schaffens – und wir lernten allmählich, es zu nähren. Denn ein so mächtiges Organ will versorgt, behütet und umsorgt sein, damit es Klarheit, Kreativität und Bewusstsein schenken kann.
Als der Mensch vor rund 750.000 Jahren das Feuer zähmte, begann eine neue Epoche. Das rohe, schwer verdauliche Gemüse, die harten Wurzeln und zähen Früchte wurden gegart, und aus dem Unverdaulichen entstand Bekömmlichkeit. Mit der Kunst der Gärung kamen Brot und Bier hinzu – frühe Zeugnisse menschlicher Weisheit, die Bakterien in den Dienst nahmen, um Nahrung vorzubereiten, haltbarer und verdaulicher zu machen. Nur ein Geist von solcher Größe konnte solche biochemischen Geheimnisse entdecken und zu nutzen wissen.
Durch Feuer, Gärung und Verarbeitung verlagerte sich die Last der Verdauung von innen nach außen – und unser Körper gewann immer mehr frei verfügbare Energie. Heute nimmt der Dünndarm die Hälfte unseres Verdauungstraktes ein und versorgt uns mit Lebensenergie. Selbst in Ruhe beansprucht das Gehirn ein Viertel dieser Kraft – und nährt damit Denken, Erinnern, Träumen.
Doch nicht alles, was wir essen, ist Segen. Gelangt Unverdauliches in den Dickdarm, entsteht Gärung, Gas und manchmal auch Schaden. Methanol und andere Stoffe können die empfindliche Darmflora belasten – und mit ihr über siebzig Prozent unseres Immunsystems. Ist die Darmflora gestört, so leidet der Mensch: Rheumatische Beschwerden, Rückenprobleme, ja sogar seelische Leiden können ihre Wurzeln in einem erschöpften Darm haben.
So spricht der Körper mit uns: Werden wir nach dem Essen müde, schwer und träge, dann war die Mahlzeit vielleicht nicht die richtige. Doch schenkt sie uns Leichtigkeit und Kraft, dann wissen wir – wir haben unserem Organismus etwas Gutes getan. Schon ein einfaches Frühstück kann den Unterschied machen: Fühlt man sich danach vital und klar, beginnt der Tag mit innerem Glanz.
Darum: Ernähre dich vorwiegend von gekochten Speisen, geschmückt mit saisonalen Kräutern, die wie kleine Juwelen Geschmack und Lebenskraft spenden. Es muss nicht aufwendig sein – ein Rührei mit frischen Kräutern reicht, um den Körper sanft und kraftvoll in den Tag zu begleiten. So bleibt mehr Energie für die Freude, die Kreativität, für alles, was das Leben lebenswert macht.
Denn Gesundheit ist der wahre Luxus. Sie beginnt am Morgen, beim ersten Bissen, beim bewussten Atmen, beim liebevollen Zuwenden zum eigenen Körper. Wer seinem Körper das schenkt, was er wirklich braucht, der schenkt auch seiner Seele Raum zum Blühen.
Ich bin mein Körper...
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